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Auricher Singschnecken mit Musical

Auricher Singschnecken mit Musical

Wenn aus der Auricher Kelter fetzige Melodien, Rhythmen und Kindergelächter nach außen dringen, dann ist das ein gutes Indiz dafür, dass die Singschnecken des Gesangvereines Eintracht Aurich unter der Leitung von Susanne Kilpper wieder in Vorbereitung eines Singspieles sind. Wasserknappheit bei den Tieren Afrikas – und die letzten Reserven auch noch gestohlen. Da ist guter Rat teuer. König Löwe versucht seine Zebras, Giraffen und auch die beiden Lärmvögel zur Wassersuche zu ermutigen, die weisen Marabus raten, das Orakel zu befragen, doch die Gespenster der Nacht vereiteln alle Bemühungen. Allein Tschippo, der faule, aber gewitzte Buschhase, weiß Rat und verhilft zu einem glücklichen Ende der Geschichte, die von Andreas Schmittberger geschrieben wurde. 40 Auricher Singschnecken und 20 Sänger der Mixed Generations werden „Kwela, Kwela“ am Samstag (16. Juni) um 17 Uhr und am Sonntag (17. Juni) um 15 Uhr in der Auricher Kelter zu Gehör bringen. Einlass ist jeweils 45 Minuten vorher. Der Eintritt ist frei.

(Quelle: VKZ vom 12.6.2018)

Neues Führungsteam beim Gesangverein

Bruno Seidner ist jetzt Vorsitzender in Aurich – Energetische Optimierung des Vereinsheims und Neumitgliederwerbung im Blick

Das neue Vorstandsteam des Gesangvereins: Bruno Seidner (von links), Ute Zischka, Laura Munzig, Ulrike Gamroth, Uschi Bohlinger, Karin Wichtner und Siegfried Wichtner.

Das nahezu vollständig runderneuerte Vorstandsteam des Gesangverein Eintracht Aurich fühlt sich für die anstehenden Herausforderungen, der energetischen Optimierung des Vereinsheimes, sowie der Nachwuchssicherung, bestens aufgestellt.

Aurich. Die Jahreshauptversammlung in der Auricher Kelter stand im Zeichen der Erneuerung. Es galt, geeignete Nachfolger sowohl für die Vorsitzende sowie für den Stellvertreter, die Kassiererin, zwei Jugendleiterinnen, zwei Mitgliedervertreterinnen und zwei Kassenprüfer zu finden.

Dank entsprechender Vorbereitung im Vorfeld wurden die gesamten Wahlen unter der notariell-sachlichen Regie des Wahlleiters Martin Müller innerhalb von 15 Minuten durchgeführt. Die Mitglieder dankten der bisherigen Vorsitzenden Cornelia Lechermann, die den Verein seit 2011 erfolgreich geführt hatte, und Silvia Reutter für die vierjährige Tätigkeit als Kassiererin. Der vor erst einem Jahr zum Stellvertreter gewählte Bruno Seidner erklärte sich bereit, den Vorsitz zu übernehmen, wodurch Laura Munzig die Chance ergriff, sich zur Stellvertreterin wählen zu lassen. Die Finanzen überwacht zukünftig Siegfried Wichtner. Ute Zischka und Daniela Epple wurden zu Mitgliedervertretern in den Ausschuss gewählt. Erwin Müller möchte sich im Alter von fast 80 Jahren aus dem Vereinsleben zurückziehen und stellte seine bisherige Funktion der Kassenprüfung zur Disposition. Diese erfolgt nun durch Gerd Frankenhauser und Lisann Mainka. Annkathrin Kilpper, sowie Nadine Lechermann wurden als Jugendleiterinnen bestätigt. Für 40-jährige Vereinszugehörigkeit durften Silvia Reutter und Rolf Decker geehrt werden.

Silvia Reutter (zweite von links) und Rolf Decker (rechts) werden für 40 Jahre Vereinsmitgliedschaft geehrt

Es ist jedes Mal dasselbe: Wenn Chorleiterin oder Vorstand das vergangene Jahr Revue passieren lassen, wird einem vor Augen geführt, welch vielseitige Leistung die Mitglieder des Vereines in unzähligen Veranstaltungen erbracht hatten. „In einem tollen Team macht das besonders Spass“, war einer der Beweggründe für Bruno Seidner, den Vereinsvorsitz zu übernehmen. Zwei Themen sollen gezielt angegangen werden. Die veraltete Nachtspeicherheizung in der Auricher Kelter schluckt jedes Jahr rund ein Drittel der Vereinserlöse, der Rest fließt in die Vergütung der Chorleiter sowie die Kinder- und Jugendausbildung. In ersten Gesprächen mit der Stadt Vaihingen wurden Möglichkeiten zur Wärmedämmung des Obergeschosses und die Installation von modernen Infrarot-Heizkörpern zur Abdeckung der Spitzenbedarfszeiten diskutiert. Entsprechende Zuschüsse und Sponsoren sind aber erforderlich, weil der Verein diese Investitionen nicht vollständig selbst finanzieren kann und nun auf das Wohlwollen der Stadtverwaltung hofft. Das zweite Thema betrifft den Gesangsnachwuchs.

Erwin Müller (rechts) verabschiedet sich aus dem Vereinsleben

Obwohl seit vielen Jahren regelmäßig zwischen 40 und 50 grundschulaltrige Kinder im Kinderchor „Singschnecken“ ihre Freude am Singen entwickeln, gelang es bisher nur wenigen, den Weg zum nächsten Chor, den Mixed Generations zu finden. Vielmehr bewegen sich beide Chöre in verschiedenen Welten. Gemeinsame Konzerte und andere Events sollen die Youngsters und deren Eltern systematisch weiter in das Vereinsleben integrieren. Dabei sind persönliche Beziehungen zwischen den Kindern, deren Eltern und Sängern ein essentieller Schlüssel zum Erfolg. Das am 16. und 17. Juni stattfindende Singspiel der Singschnecken „Kwela Kwela“ erfolgt dazu unter Beteiligung der Mixed Generations. Geplant ist auch ein gemeinsamer Bastelabend im Vorfeld des Weihnachtsmarktes. Als musikalische Brücke zwischen den Singschnecken und den Mixed Generations soll die Gründung eines Jugendchores intensiver vorangetrieben werden. Der Auricher Verein sucht seit Längerem erfolglos eine Chorleitung, die Lust und Kompetenz hätte, einen Kinder- und Jugendchor mit zehn- bis 15-Jährigen aufzubauen und zu leiten.

(Quelle: VKZ vom 9.5.2018)

Eine überschäumende Freude am Singen

Zu einem Benefizkonzert zugunsten der „Familienherberge Lebensweg“ hatte die evangelische Kirchengemeinde in die Ulrichskirche eingeladen. 24 Sänger des Jungen Chors des Auricher Gesangvereins „Eintracht“ und drei Instrumentalisten an Piano, Gitarre und Cajon boten brillanten Chorgesang, breiteten immer wieder voluminöse Klangteppiche aus, auf dem Solisten aller Couleur sich aufs Neue entfalten konnten.

Die Auricher Sängergemeinschaft Mixed Generations begeistert beim Benefizkonzert in Schützingen.

Schützingen. Mixed Generations heißt diese hörenswerte Sängergemeinschaft, für die Pop, Jazz und Gospel Meilensteine in der gegenwärtigen Musiklandschaft sind. Doch unter ihrer dynamischen Dirigentin Dorothee Götz gehen sie bei ihren Auftritten auch neue Wege.

2003 gründete sich zunächst unter dem Dach der „Eintracht“ ein Frauenchor. Doch etwas schien zu fehlen, nämlich die sonore Basis männlicher Stimmen. Man wurde fündig und wuchs mit jedem neuen Chorprojekt zusammen, erarbeitete sich zielbewusst ein breites Spektrum ansprechender Songs, das sowohl geistiges als auch unbeschwert heiteres Liedgut aus aller Welt umfasst.

Treibende Kraft ist die Dirigentin, die ihre Sänger stets fördert, aber auch bis zum „Mehr geht nicht“ zu fordern versteht. Götz kommt aus Stuttgart, studierte Musik mit Hochschulabschluss in den Fächern Jazz, Pop und Gesang, dazu Klavier als Nebenfach. „Dass ich den Auricher Chor übernommen habe, war ein Zufall irgendwie um fünf Ecken herum“, berichtet sie im Gespräch mit unserer Zeitung, „alle zwei Jahre erarbeiten wir uns ein Programm für ein großes und bewegendes Konzert.“

Letzteres ist wörtlich zu nehmen: neben herausragendes Sangeskunst wurde zu den Songs eine passende Choreografie geboten, es wurde geklatscht, mit den Fingern geschnippt, beredte Mimik und Gestik untermalten die Vorträge. Und eine fast nicht zu bremsende überschäumende Freude am Gesang in allen Tonlagen war fast greifbar. Solodarbietungen mit expressivem Soul-Sound begeisterten in ihrer Zweisprache mit dem Chor. Auch die Dirigentin griff wiederholt singend zum Mikrofon. Schnell war der Funke aufs Publikum übergesprungen. Jede Interpretation der insgesamt elf Songs, darunter auch Cohens „Halleluja“, gestaltete sich als wahrer Schmaus für Auge und Ohr, ebenso die beiden „erklatschten“ Zugaben.

„Ich habe den Chor bei einem Konzert in Aurich gehört, wo die Leute Schlange standen, um noch Karten zubekommen und ihn dann zu unserem Benefizkonzert eingeladen“, erzählte Pfarrerin Sigrid Telian, „dass jetzt doch etliche Plätze in der Kirche frei geblieben sind, die Resonanz auf die Ankündigungen nicht größer war, stimmt mich doch etwas traurig“ und bot dann lachend eine Platte mit Käsehäppchen an. „Mit frischen Brot aus dem Schützinger Backofen“, betonte sie. Der kleine Imbiss, dazu spritzige Getränke und nun Zeit zu lustigen oder auch besinnlichen Gesprächen, zu denen sich Besuchergruppen zusammenfanden und den lauen vorsommerlichen Abend genossen. Immer wieder schweiften die Blicke hinaus über den Ort in die grünende Umgebung. „Ist das nicht herrlich hier?“ fragte eine jetzt heiter gestimmte Pfarrerin. Der Eintritt zu diesem rundum hochkarätigen Konzert war frei. „Denken Sie daran: Wir sind gesund, doch die Familienherberge braucht für ihre kranken Bewohner unsere Unterstützung“, so die Bitte um Spenden, ehe ein „Gospel Magnifikat“ den offiziellen Teil ausklingen ließ. Stehenden Ovationen, rauschendem Beifall und Bravo- und Zugabe-Rufen konnte der Chor nicht widerstehen. Ein lustiges „Lollipop“ mit Klangrollen rhythmisch untermalt – „bestimmt habe ich morgen blaue Flecken“ mutmaßte die Dirigentin später – und ein besinnlich dargebotenes „Evening Rise“ setzte den klingenden Schlusspunkt. Für das Team der Familienherberge Lebensweg, in der Familien mit schwerstkranken Kindern Unterstützung erhalten sollen, ist das lang erwartete Ende der Bauarbeiten eine einschneidende Zäsur. Die feierliche Eröffnung ist für das Wochenende 5./ 6. Mai anberaumt, wie auf der Einladung an Mitglieder, Freunde und Gönner zu lesen ist.

(Quelle: VKZ vom 26.4.2018)

Live in concert for Lebensweg e.V.

Sonntag, 22. April 2018
17:00 Uhr
Evangelische Ulrichskirche Schützingen

Eintritt frei
Spenden willkommen

Einlass 30 min vor Konzertbeginn

Mit dem neuen Programm „In Concert Again“ kommt der moderne Chor Mixed Generations aus Aurich nach Schützingen. Auf Einladung der evangelischen Kirchengemeinde wird es ein Benefiz-Konzert geben zugunsten der Familienherberge Lebensweg. Die Gäste erwartet eine Mischung von Songs unterschiedlicher Genres aus der Welt der Musik, die in der Ulrichskirche auf ganz besondere und eigene Art interpretiert werden. Dieses Jahr bilden Lieder mit deutschen Texten ein Schwerpunkt. Wie man es von Mixed Generations kennt, ist die Choreografie wichtig: Es wird gegroovt, geschnippt und geklatscht. Die Leitung hat Dorothee Götz aus Stuttgart, Jazz-Sängerin und Vocal Coach. Das Konzert am Sonntag (22. April) beginnt um 17 Uhr, Einlass ist ab 16.30 Uhr. Der Eintritt ist frei, es wird um Spenden für den Verein Lebensweg e.V. und für die Jugendarbeit des Gesangvereins Aurich gebeten.