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Man spürt die Leidenschaft

Mixed Generations setzen bei Konzerten in Vaihingen auf das bewährte Zusammenspiel von Chor und Solisten

Die Mixed Generations aus Aurich erobern die Vaihinger Peterskirche

Mit ihrem neuen Programm „In concert again“ sind die Sänger der Mixed Generations, einem Ensemble aus den Reihen der Eintracht Aurich, am Wochenende auf die Bühne der Vaihinger Peterskirche zurückgekehrt – mit Erfolg. Beide Konzerte am Samstag- und Sonntagabend kamen beim Publikum sehr gut an.

Vaihingen/Aurich. Es war das gewohnte Bild: Wenn die Mixed Generations in den vergangenen Jahren in der Vaihinger Peterskirche antraten, dann waren die Bude voll und die Stimmung nicht selten auf dem Siedepunkt. Die Auricher sind also gern gesehene Gäste, auch weil es ihnen mit ihrer Musik gelingt, den Funken innerhalb kürzester Zeit überspringen zu lassen. Aus ihren Auftritten machen sie ohnehin eine kleine Show. Die Leidenschaft für den Mix aus Pop und Gospel spürt und sieht man ihnen zudem an. Auch an diesem Wochenende wieder, als sie mit einem ganz neuen Programm antraten. Nichts haben Chorleiterin Dorothee Götz, die ihrem Ensemble auch zahlreiche Arrangements gewissermaßen auf den Leib geschrieben hat, und ihre Sänger dabei dem Zufall überlassen. In intensiver Probenarbeit wurde lange an den Songs gefeilt – unter anderem bei einem „Trainingslager“ in einer Jugendherberge in Tübingen. Dass sie dadurch auf die beiden Konzerte am Wochenende bestens vorbereitet waren, hat man schnell gemerkt. Da waren Tempo und Dynamik drin. Fesselnde Interpretationen, kluge Einfälle, eigene Choreografien und eine Menge Begeisterung auf und vor der Bühne. Genau die richtigen Zutaten also für ein gelungenes Konzert.

Auch dieses Mal setzten die „Mixed Generations“ wieder auf das bereits bewährte Zusammenspiel von Chor und einzelnen Solisten, die aus den Reihen des Ensembles stammen. Unterstützt durch Bernhard „Böny“ Birk am Piano und Armin Fischer am Schlagzeug ging es, entsprechend gut gewappnet, mit viel Schwung und Elan in den Abend rein. „Jetzt geht es dann gleich los“, sangen sie da noch zu Beginn und waren doch schon mittendrin im Geschehen. Ganz im Sinne ihres Versprechens: Die Besucher dürfen ein Konzert erwarten, bei dem Funken voller Begeisterung entstehen und in alle Richtungen überspringen sollen, so hatte es der Chor im Vorfeld bereits angekündigt und Wort gehalten. Das lag nicht zuletzt an Chorleiterin Dorothee Götz, die sich – bei all ihren vielen professionellen Engagements – seit vielen Jahren ausreichend Zeit nimmt, die Entwicklung der Mixed Generations voranzutreiben.

Die Männer machen auf cool

Nicht ohne Grund hängt die Qualität eines Chores ja immer auch von der Fähigkeit seiner Dirigenten ab, dessen Möglichkeiten exakt einzuschätzen und gezielt an den Möglichkeiten arbeiten zu können. Götz kennt die Stärken ihrer Sänger, fordert und fördert diese. Nicht nur, wenn der Chor zeitlose Klassiker wie „Weit weit weg“ oder „Hallelujah“ anstimmt und damit beim Publikum einen Nerv trifft, sondern grade auch dann, wenn sie einzelne Sänger als Solisten nach vorne ans Mikro schickt. Sabrina Wichtner und Miriam Rostin beispielsweise hatten nur einen Wunsch: „I wish I was a Punkrocker“. Doris Aisenbrey dagegen war – natürlich ganz im Sinne der Idee, dieses Jahr bewusst auch außergewöhnliche Themen zu besetzen – auf den Spuren des „Zombie Jamboree“ unterwegs. Daniela Epple wurde zum „Spülen“ geschickt, während Matthias Noak, Bruno Seidner und Siegfried Wichtner kurz darauf mit dem „Hulapula“ aufwarteten. Natürlich ging Dorothee Götz selbst mit gutem Beispiel voran, indem auch sie immer mal wieder das Mikrofon ergriff und einen Solopart übernahm.

Wenn man dann noch ein ebenso gut aufgelegtes wie kongeniales Instrumentalduo in der Hinterhand hat und die Auswahl an Songs von Gloria Gaynors „I will survive“ bis zum Beatles-Medley klug aufeinander abgestimmt ist, dann kann eigentlich nichts mehr schiefgehen. Zumal das Duo Susanne Kilpper und Chris Euler auch dieses Mal wieder auf ebenso informative wie oft auch witzige Weise durch den Abend führte. Never change a winning team, würde man im Mannschaftssport dazu sagen.

Das haben die Mixed Generations am Wochenende beherzigt und wurden dementsprechend auch mit reichlich Beifall bedacht. Ohne Zugaben durften sie die Bühne nicht verlassen.

Klar, dass die Mixed Generations auch darauf vorbereitet waren und noch zwei Asse im Ärmel hatten: „Lollipop“ und „I sing a Song“ – Letzteres ein passender Abschluss dieses Abends, gerade auch im Hinblick auf den Titel ihrer eigenen CD mit dem Titel „We sing a Song“.

(Quelle: VKZ vom 20.3.2018)

Konzert-Highlight im März


Samstag, 17. März 2018 19:30 Uhr
Sonntag, 18. März 2018 17:00 Uhr
Peterskirche Vaihingen/Enz

Saalöffnung je eine Stunde vor Konzertbeginn

VVK ab dem 26. Februar 2018

10/8 € VVK, 12/10 € AK
Erwachsene / Kinder unter 15 Jahren

Aurich: Gaststätte Elefantenstüble, Nussdorfer Str. 44
Mangel- & Bügelstube Josefa Gutstein, Sonnenbergstr. 17
Vaihingen/Enz: blessings4you, Marktplatz 7

Leitung: Dorothee Götz

Piano: Bernhard „Böny“ Birk
Schlagzeug: Armin Fischer

Moderation: Susanne Kilpper und Christian Euler

2018 kehrt der ewig junge Chor MIXED GENERATIONS des Gesangvereins Eintracht Aurich zurück auf die Bühne der Peterskirche in Vaihingen/Enz. In diesem faszinierenden Ambiente stellt der Chor sein neues Programm IN CONCERT AGAIN vor.

Wer die MIXED GENERATIONS kennt, weiß, dass sich das Publikum auf verschiedenste Musikrichtungen, schwungvolle Choreografien, Solo-Einlagen und Überraschungen freuen darf.

Erleben Sie wie Fleischkäs und Zombies, Gospel, Pop-Hits und Jazz-Klassiker auf wundersame weise musikalisch miteinander verbunden werden.

Freuen Sie sich auf ein abwechslungsreiches Konzert unter der Leitung von DOROTHEE GÖTZ (Jazz-Sängerin und Vocal Coach). Den instrumentalen Hintergrund bilden dieses Jahr Bernhard „Böny“ Birk am Piano und Armin Fischer am Schlagzeug.

Zwischen Freunden und Glühweinduft

Wenn die roten Zipfelmützen auf den Staffeln zum Löwenbrunnen immer mehr werden, steht die offizielle Eröffnung des Vaihinger Weihnachtsmarkts kurz bevor. Hier noch schnell an der Kopfbedeckung gezupft – und schon kann es losgehen. Mit dem Kinderchor der Eintracht Aurich startet die Stadt unterm Kaltenstein am Samstag bei Temperaturen um die null Grad Celsius in die Adventszeit.

(Quelle: VKZ vom 4.12.2017)